Marie & Michaël
Direct Coffee

 

Wir sind Marie & Michael. Und Kaffee haben wir eigentlich schon immer geliebt. Aber so richtig gepackt hat es uns auf unserer ersten Reise nach Äthiopien – unserer Hochzeitsreise. Kurz danach haben wir unsere Jobs hingeworfen (Marie war Journalistin für FAZ und Co., Michael Afrikaexperte für Unternehmen und NGOs) und wollen bald beide von unserem sozialen Startup leben. Schliesslich arbeiten wir auch beide 100% dafür: Je mehr Druck, desto mehr Erfolgschancen, so unsere Logik.

Wir sind also zurück nach Äthiopien gereist, haben den besten Kaffee der Welt ausgesucht und ihn direkt von den Kleinbauern der Bufeta Gibe Kooperative in den Limmu Bergen in Westäthiopien in die Schweiz importiert.

Kaffee kann man hier nun mal nicht anbauen! Und der direkte Handel ist in unseren Augen der beste Ersatz für die regionale Herstellung, denn Fairtrade-Premien werden manchmal missbraucht und Bio-Regeln oft ignoriert. Deswegen ist es uns wichtig die Bauern, deren Kaffee wir verkaufen, persönlich zu kennen. Wir haben mit ihnen gesprochen und mit eigenen Augen gesehen, wofür die Fairtrade-Premie in der Kooperative genutzt wird: Eine neue Strasse ist schon gebaut, ein Kindergarten in Planung. Und seit die Bauern ihren Kaffee an internationale Käufer wie uns statt auf dem lokalen Markt verkaufen, hat sich ihr Einkommen fast verzehnfacht: „Früher haben wir unsere Kaffeekirschen für 1,5 bis 2 Birr verkauft, jetzt bekommen wir dafür 10 bis 15 Birr“, erzählte uns Kedir Aba Megal. Wir können uns auch ganz sicher sein, dass der Kaffeeanbau die Umwelt nicht belastet. Denn statt über Plantagen haben uns die Bauern durch den Regenwald geführt – hier wächst der Kaffee genau dort, wo er auch natürlicherweise wächst. Gedüngt und bewässert werden muss er nicht. Denn für richtig guten Kaffee braucht man ein warm-feuchtes Klima, hohe Berge und alte, schattenspendende Bäume – und all das hat Limmu.

Noch etwas Anderes ist aber mindestens genauso wichtig: eine Menge Geduld. Die äthiopischen Kleinbauern brauchen Geduld, um mit der Hand tagtäglich während der Kaffeeernte nur die reifen Kaffeekirschen zu pflücken. Wir brauchen Geduld, um auf buckligen Strassen in die entlegensten Kaffeeregionen zu fahren, um die besten Kaffeebohnen auszusuchen. Und unser Röstmeister Philippe braucht Geduld, um den Kaffee etwa fünfzehn Minuten lang bei höchstens 200 Grad zu rösten – statt 90 Sekunden lang bei 500 Grad, wie in der industriellen Schockröstung. Die natürlichen Aromen von unserem Kaffee sollen schliesslich nicht durch das Ofenrohr verschwinden!

Was uns antreibt? Pro Päckchen und Flasche unterstützen unsere Kunden jeweils ein Kind der Kaffeebauern mit verschiedenen sozialen Projekten. Deshalb freuen wir uns über jede einzelne Flasche und jedes einzelne Päckchen, das wir verkaufen. Um die Projekte auszuwählen, haben wir diejenigen gefragt, die es am besten wissen: Die Bauern selbst, die Dorfgemeinschaft … und randomisierte, kontrollierte Versuche von Wissenschaftlern des MIT (selbst wenn die so unsexy Projekte wie Entwurmung empfehlen). Jedes Jahr reisen wir nach Limmu, um die Projekte selbst umzusetzen, eine langfristige Beziehung zu den Bauern aufzubauen – und natürlich um die neue Kaffeeernte zu kosten.

In Äthiopien wächst Kaffee im Einklang mit dem natürlichen Ökosystem, denn das Land ist die Wiege des Arabica-Baums. Unter dem ursprünglichen Regenwald wachsen die etwa zwei Meter hohen Kaffeebäume, von denen die reifen Kaffeekirschen im November und Dezember von den Kleinbauern mit der Hand gepflückt werden. Die schonende Trommelröstung durch unseren Röstmeister Philippe bewahrt die natürliche Aromenvielfalt des natürlichen äthiopischen Waldkaffees.

Und kaltgebrauter Kaffee – oder Cold Brew – ist eine der besten Arten, um den komplexen Geschmack des Kaffees hervorzulocken. Denn anders als bei der Extraktion mit heissem Wasser, ist das Ergebnis der 20 stündigen Kaltwasser-Methode nicht bitter, sondern mild und gleichzeitig viel aromatischer.

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